Wie der Name „Lokpark Ampflwang“ schon erkennen lässt, handelt es sich bei unserem Museum nicht nur um eine oder mehrere Ausstellungshallen, sondern vor allem um ein weitläufiges Freigelände, auf dem Sie alles finden, was zum Betrieb in einer typischen Zugförderungsstelle dazugehört:


Eine Schiebebühne, einen Lokschuppen, eine Drehscheibe, Werkstättengebäude, Arbeitsgruben zum Entschlacken von Dampflokomotiven, einen Wasser- und einen Kohlenkran, und natürlich jede Menge Gleisanlagen, auf denen die verschiedensten Fahrzeuge ausgestellt sind.


Dazwischen gibt es Spazierwege mit Sitzbänken zum Ausrasten oder einfach um den Betrieb im Museumsgelände in Ruhe zu beobachten.


Da wir an den Fahrzeugen auch immer wieder Wartungsarbeiten durchführen bzw. viele davon auch regelmäßig im Einsatz sind, befinden sich nicht immer die gleichen Lokomotiven und Waggons am Gelände. Es lohnt sich also durchaus, im Lauf des Jahres öfter einmal im Lokpark Ampflwang vorbeizukommen.

 

Beim Eingangsgebäude handelt es sich um das ehemalige „Badehaus“ des Obertaggeländes der Wolfsegg-Traunthaler Kohlewerks AG.

 

Hier befinden sich heute die Kassa des Lokparks sowie der gut sortierte Museumsshop, in dem Sie von Fachbüchern über Fahrzeugmodelle und Souvenirs bis hin zu Kinderspielzeug eine reiche Auswahl vorfinden.

 

Im Shop bzw. bei hier aufgestellten Automaten erhalten Sie auch kleine Snacks, Kaffee, Eis und Getränke. Direkt im Anschluss daran befindet sich eine schönen Terrasse im Freien, von der aus Sie den gärtnerisch gestalteten Bereich des Geländes mit dem großen Eisenbahn- und Bergbau-Erlebnisspielplatz überblicken können, der exklusiv den kleinen Besucherinnen und Besuchern unseres Museums zur Verfügung steht. Hier kommen Kinder ganz auf ihre Kosten. Natürlich dürfen die üblichen Spielgeräte wie Schaukeln und Klettergerüste nicht fehlen - eine Seilbrücke, ein acht Meter hoher Turm mit einer Röhrenrutsche und ein großes Kletternetz sind bei den Jüngsten besonders beliebt.


Das Besondere an diesem Spielplatz sind aber die Geräte, die das Thema Eisenbahn und Bergbau für die Kleinen auf ihre eigene, spielerische Art erleben lassen:


Auf echten Schienen können kleine Grubenhunte hin- und hergeschoben und mit Sand oder Rundhölzern beladen werden. Echte Drehscheiben, wie sie in ähnlicher Form in Bergwerken verwendet werden, dienen zum Wenden und umsetzen der Wagen auf anderer Gleise. Sogar einen „Bergwerksstollen“ gibt es, der zum Erforschen einlädt.


Förderbänder, Kübel, Seilzüge und Trichter dienen zum Transport der abgebauten „Bodenschätze“ und zum Verladen auf die kleinen Wägelchen. Und natürlich gibt es auch eine Spieleisenbahn mit Lokomotive und zwei Waggons, auf der die Kleinen selbst zu Lokführern, Heizern, Schaffnern oder Fahrgästen werden können.


Aber natürlich ist der Spielplatz nicht die einzige Attraktion für Kinder: Auch im übrigen Museumsbereich gibt es mehrere interaktive Stationen, die dem Nachwuchs die vermittelten Themen nahe bringen und auf spielerische Weise erklären sollen.


Auf vielen Tafeln im Museum finden sich einfach verständliche, kindgerechte Erklärungen, und es werden auch immer wieder eigene Führungen für Kinder zu speziellen Themen angeboten.

Im hinteren Bereich des Geländes finden Sie einen der Höhepunkte unseres Museums. Anlässlich der Oberösterreichischen Landesausstellung 2006 „Kohle und Dampf“ wurde hier ein 21-ständiger Ringlokschuppen einschließlich Drehscheibe errichtet.


Ringlokschuppen gelten als Wahrzeichen der Dampflokära. Sie dienten zum Hinterstellen, Vorheizen und Warten der Lokomotiven. Der oft gehörte Ausdruck „Rundhaus“ ist nicht korrekt, denn er bezeichnet ursprünglich tatsächlich kreisrunde Bauwerke, bei denen auch die Drehscheibe in der Mitte überdacht war und die vor allem im 19. Jahrhundert errichtet wurden. Die Ringlokschuppen haben mancherorts die Dampflokzeit überdauert; es gibt in Österreich noch immer einige Standorte, an denen mittlerweile sogar die Drehscheibe mit spinnennetzartiger Fahrleitung überspannt ist, sodass auch Elektrolokomotiven dort eingestellt werden können.


Unsere Drehscheibe genießt hier in Ampflwang ihr „zweites Leben“. Ursprünglich war sie im Bahnbetriebswerk Rosenheim der Deutschen Bahn eingebaut und stellt mit 26 m Durchmesser die größte sog. Einheitsdrehscheibe dar. Auf ihr können sämtliche Lokomotiven der ÖGEG gedreht werden.


An unseren Veranstaltungstagen spielt unsere Drehscheibe immer eine im wahrsten Sinn des Wortes zentrale Rolle: Auf ihr finden die großen „Drehscheibenparaden“ statt, bei der nacheinander unsere interessantesten Lokomotiven präsentiert werden und bei einer Runde auf der Scheibe von allen Seiten bewundert und fotografiert werden können.


Der Ringlokschuppen selbst beherbergt neben fünf Gleisen, auf denen unsere Fahrzeuge gewartet und repariert werden, die wertvollsten Stücke der ÖGEG-Fahrzeugsammlung: Mächtige Dampflokomotiven, aber auch Vertreter anderer Traktionsarten wie der älteste Elektrotriebwagen Österreichs sind hier ausgestellt. Anlässlich des Jubiläumsjahrs wurde die Ausstellung im Lokschuppen neu gestaltet und erweitert.

Das Museumsgebäude - die ehemalige Zentralsortierung des Bergbaubetriebs - bietet auf fünf Etagen einen Querschnitt durch die Eisenbahn- und Bergbaugeschichte. Hier befinden sich auch die Modelleisenbahnanlagen in Spur H0 und Spur 1, die an bestimmten Tagen im Jahr geöffnet sind. Die Aussichtsterrasse des Gebäudes im 5. Stock bietet einen herrlichen Blick über das Areal des Lokparks.